30 Jahre – 30 Orte

Vor 30 Jahren wurde die Stiftung Habitat mit dem Ziel gegründet, bezahlbaren Wohnraum in Basel zu schaffen und zu einer lebenswerten und vielfältigen Stadt beizutragen. In dieser Zeit konnten wir gemeinsam mit anderen engagierten Menschen und Organisationen viel bewegen. Während des Jubiläumsjahrs blicken wir nach und nach mit kurzen Beiträgen auf die 30 Orte, an denen durch unser Zutun Neues entstanden ist und Gemeinschaften gewachsen sind.

 

 

Auftakt im Kleinbasel

Rund zwei Jahre nach der Gründung durch Beatrice Oeri, Andreas Maier und Francois Fasnacht konnte die Stiftung Habitat an diesem Ort im Kleinbasel ihre allerersten Häuser erwerben. Mit diesen beiden im Hof angrenzenden Parzellen und den zwei Wohnhäusern aus den 1950er-Jahren nahm der Stiftungszweck Form an. 2012 führten wir an der Haltingerstrasse 80 unsere erste Sanierung im bewohnten Zustand durch. 2023 folgte die Sperrstrasse 91/91a. Zudem liessen sich im ehemaligen Gewerbebau im Hinterhof vier Minimaisonettes unterbringen – ein Novum in unserem Liegenschaftsbestand. In diesen Raumwundern lässt sich alles Nötige perfekt organisieren.

Hier werden Menschen auf 37m² glücklich.

Der Ursprung einer Idee

Das Haus an der Gasstrasse 18 im St. Johann-Quartier ist ein Meilenstein für uns, denn hier haben wir zum ersten Mal ein Haus für einen spezifischen Bedarf erworben. Wir wollten günstigen Wohnraum für alleinerziehende Familien schaffen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben. Damit entstand die Grundlage für unser heutiges Engagement und für das System der individuellen Mietzinsbeiträge.

 

Im Laufe der Jahre konnten wir mit den Hausnummern 20 und 14 zwei weitere Häuser aus demselben, inzwischen im Inventar schützenswerter Bauten aufgeführten Ensemble von 1922 erwerben.

 

Die Gruppe Alleinerziehender, die den Anstoss zum Kauf gab, zog übrigens nie ein ... 
 

Zu Beginn fordernd, heute gut

Ihre turbulente Vorgeschichte sieht man der Wohnüberbauung im St. Johann heute nicht mehr an. Mit unserem ersten Neubauprojekt ergriffen wir die Chance, verschiedene Ideen modellhaft zu verwirklichen: Grosse bezahlbare Familienwohnungen, flexibles Wohnen, Vielfalt und Mitwirkung, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Bis zum gelungenen Abschluss der Bauarbeiten, sechs Jahre nach dem Kauf der Abbruchliegenschaften, durchliefen wir und alle Beteiligten eine steile Lernkurve. Seit der Fertigstellung vor genau 20 Jahren dabei waren auch ein Kindergarten, die Stiftung lotse, die Hilfe bei der Lehrstellensuche bietet, und die JUKIBU mit Büchern und Veranstaltungen in über 50 Sprachen.

 

Die JUKIBU zog 2019 in unser neu gebautes Familienhaus an der Hüningerstrasse 33 weiter und wurde gemeinsam mit der GGG Stadtbibliothek zur Bibliothek St. Johann JUKIBU.